Veränderung auf den:die Einzelne:n bezogen und das aktive Gestalten von Veränderung, haben wir uns in diesem Post kurz angesehen. Heute wollen wir uns mit den grundsätzlichen Entwicklungen und Auslösern für Veränderung auseinandersetzen.
Der innere Antrieb
Veränderung kann aus innerem Antrieb also aus intrinsischer Motivation erwachsen. Am Anfang steht immer das Erkennen, dass die aktuelle Situation mit der inneren, gewünschten Situation nicht zusammenpasst. Wird der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen zu groß, muss der:diejenige handeln um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Dies kann auch im betrieblichen Umfeld auf allen Ebenen, bei großen wie auch kleinen Veränderungen geschehen. Es reicht vom Wunsch der Mitarbeiterin nicht mehr 10 Mal am Tag zum Kopierer zu laufen bis zur Inhaberin, welche die Mission des Unternehmens neu definieren möchte.
Der Schub von außen
Veränderung kann aber auch eine direkte Reaktion auf z.B. ein verändertes Marktumfeld sein, das zum Kurswechsel zwingt oder einen anderen externen/äußeren Faktor, wie geänderte Regularien und Gesetze. Eigentlich würde man selbst gerne den Status quo beibehalten oder wenn schon, dann Veränderung in eine andere Richtung anstreben, doch die äußeren Einflüsse lassen keine Wahl. Auch hier ist Veränderung auf allen Ebenen und in allen Größenordnungen betroffen. So muss vielleicht nur ein Detail der Etikettierung geändert oder die gesamte Finanzierungsstruktur neu aufgestellt werden.
Die Kombination
Idealerweise ergänzen sich interne und externe Faktoren. Der Schub von außen löst dann einen inneren Einstellungswandel aus, sodass sich beide Treiber positiv verstärken. So wird zum Beispiel im geänderten Marktumfeld eine Chance für Wachstum erkannt, die man unbedingt nutzen möchte. Auf diese Weise wird sich der externe Faktor zu eigen gemacht und aktiv genutzt um Veränderung zu bewirken. Beide Treiber verstärken sich und der Antrieb für den Wandel ist wesentlich stärker, wie wenn man sich gegen einen internen Widerstand externen Einflüssen fügt.
Change-Management
Dieser sogenannte Internalisierungsschritt ist allerdings sehr individuell. Selbst wenn andere Mitarbeiter:innen nachvollziehen können, warum zum Beispiel die erwähnte Wachstumschance für den Inhaber sehr motivierend und ein Treiber für Veränderung ist, muss es für sie selbst noch lange nicht die gleiche Bedeutung entfalten. Change-Management muss allen die Chance für diese Internalisierung bieten – muss ihnen also die Möglichkeit bieten in der Veränderung ihren eigenen Sinn und Motivation zu finden.